Hoch-Edler – – Wenn ich sein Alterthum Und was ihm Gottes-Huld auf Erden zugemeßen Genau erwegen will so wie den Ehren Ruhm Den er bey redlichen so lange Zeit beseßen
So bin ich höchst vergnügt und preise: daß auf Erden Dieselben die Gott liebt so alt als glücklich werden. Es ist der Tugend-Sold: allhier gesegnet seyn. Die Frucht der Gottes-Furcht wird ihm zu lauter Leben.
Noch heute stellet sich des Himmels Seegen ein Den ersten Lebens-Tag ihm wiederum zu geben. So groß ist Gottes Huld so groß ist sein Ergetzen Hochwehrter und so hoch auch unsre Lust zu schätzen.
Ist nun das höchste Glück: ins Himmels Gnade stehn So ist ein Heil dabey: dem Fürsten Wohlgefallen Bey Göttern dieser Welt ein gnädigs Auge sehn. Und so beglücket ihn der Fürsten-Gunst in allen.
Der Neid kan sein Verdienst Hoch-Edler daraus lesen Daß ihm ein theurer Hoff so lange hold gewesen Diß alles und was ihn Herr – – mehr erqvickt Wie sein Durchläuchtigster ihm neue Würden schencket;
Wie Gottes Majestät auf ihn von oben blickt Die heute seinen Geist mit neuer Krafft bedencket Ist von so hohen Wehrt das viele Hertzen lachen Und sich sein Lebens-Licht zum Freuden-Feste machen.
Gott lege diesem Jahr noch viele glücklich bey. Sein Ehren-Alter muß in steten Seegen schweben. Vergnügung wolle Gott der Frommen stets getreu Und sein Durchlauchtigster ihm Gnaden-Blicke geben.
Daß sich das Göttliche bey zeitlichen vermehre Und man der Tugend-Glück in seinem Wohl verehre
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