Die Welt liegt stets im Streit: doch dencket nicht ihr Helden
Die ihr der Erden-Kreiß mit Stahl und Eisen zwingt
Daß ich von eurem Kampf von Mord und Blut will melden
Und wie ihr Land und Leut in eure Feßel bringt.
Ich meine diesen Krieg den wir mit Lieben führen
Mit Liebe die diß Rund in ihre Bande schlägt
Durch welche wir Gewalt an Leib und Seele spühren
Und die die Helden auch zu ihren Füßen legt.
Die Liebe heißt das Band des Himmels und der Erden
Wenn se vollkommen ist: Wenn wir an Gott verknüpft
Und mit der Welt in Gott zugleich verbunden werden
Denn ist die Freude rein die in dem Hertzen hüpft.
Wenn aber uns die Welt zu ihren Gütern reißet
Zur Schönheit die vergeht zu eitler Ehr und Lust
Und uns mit Leib und Seel darein verlieben heißet:
So brennt verbotne Gluht in der verkehrten Brust.
Mit dieser Liebe hat ein Irdischer zustreiten.
Löscht er ihr Feuer aus und zündet neues an
Das Oehl vom Himmel hat so schmeckt er Süßigkeiten
Und fühlt was oben her ein Freuden-Feuer kan.