Hier liegt mein Hertz und spricht ich bin besieget
Hier beut mein Geist sich dir zum Sclaven an.
Die Freyheit hat mich nicht so sehr vergnüget
Als da du mir die Fessel angethan.
Wer mich befreyt sucht mein Verderben
Es ist nur Sterben
Mein löse Geld.
Die Dinstbarkeit die ich so willig Leide-
Ist viel zu schön daß jemand loß begehrt.
Mein edles Joch ist weicher Sammt und Seide
Die Ketten sind des besten Goldes werth.
Das Sclaven Hauß der holden Plagen
Ist kurtz zu sagen
Mein Paradieß.
Es mag die Welt ihr Jubel-Fest begehen
Es ruffe Rom die freyen Zeiten aus.
Ich will bestrickt und stets gebunden stehen
Es sucht dein Knecht bey dir sein Sclaven-Hauß
Mein keusches Hertz so dir verbunden
Rufft alle Stunden
Ach zweiffle nicht.
Du solt mein Kind allein dieselbe bleiben
Von der ein Winck mir gleich befehlen kan.
Es soll mich nichts von deiner Seite treiben
Es fasse mich gleich Todt und Unglück an:
Es wird die Treu doch nicht gebrochen
Die ich versprochen
Das schwer ich dir.