Meine Seele bleibe stille
Und mein Hertz auf Gott gericht.
Ruhig seyn beym Welt-Getümmel
Liebt der Herrscher in dem Himmel
Und sein Heyl verläßt mich nicht.
Meine Seele bleibe stille
Und mein Hertz auf Gott gericht.
Gott ist mein Hort
Mein Schutz mein Trost mein Hoffen;
In ihm wird aller Wunsch getroffen
Und des Gelückes wahrer Port.
Die Boßheit tobe fort
Sie mag mir manches Fallbret stellen:
Sie grabe manche Gruben mir:
Sie würge mich im Hertzen für und für:
So lehn' ich mich auf Gottes rechte Hand
Die macht der bösen Welt bekandt
Daß sie mich stossen zwar jedoch nicht können fällen.
Ihr Hertz ist falsch die Worte gut
Doch ein erlauchter Himmels Muth
Muß auf den Grund erst Perlen suchen
Und aussen sehn wenn sie von innen fluchen.
Ich harr auf Gott ich hoff' auf ihn
Er kan mich aus den Netzen ziehn
Die mir die Falschheit legt.
Er ist mein Felß; wer darauf ruht
Dem hat noch nie des Meeres-Wuht
Der Seelen Kraft bewegt.