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1680–1721

A n S elimenen.

Christian Friedrich Hunold

So wolt ihr mich getreue Sinnen quälen Und stellt mir stets ein Englisch Bildniß für? Ihr küsset zwar die Schönste meiner Seelen Allein mich reist des Schicksals Macht von ihr:

Ach küsset sie und martert mich dabey Ihr seyd getreu. Ihr seyd getreu der schönen Selimenen Die meine Brust vor ihre Göttin hält.

Ach muß ich mich nach dir vergeblich sehnen! Verbanst du mich noch endlich aus der Welt? So thu es nur du bist mein ander ich Verbanne mich.

Verbanne mich auch zu den wilden Mohren Ja heiß mich gar in öde Wüsten gehn: Ich habe mich als Sclave dir verschworen Und bins bereit gehorsamst auszustehn.

Doch siehe nur bey meinen Elend an Was Gnade kan.

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