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Christus Rex CrucisFußnoten

Anna Ovena Hoyers

Christus des Creutzes König ist Nach dem genennet wird ein Christ Wie ihr mein' Kinder allzusamen Auch seyt genant nach seinem Namen

Vnd in der Tauff darauff getaufft Mit seinem teuren blut erkaufft; Daß ihr ihm sollt seyn unterthan. Darumb Caspar und Christian,

Auch Friedrich-Hermann, komm't heran Seyt willig Gott wird helffen dann. Maria und Christina beid Macht euch zu folgen mit bereit.

Gehorchet ewer Mutter Rath Begebt euch auff den engen pfath. Führet würdig im Christenthum Den Edlen Namen Gott zum ruhm;

Lebet alß Christen und Christinnen Vnd folget nicht mehr ewern sinnen In eigen will'n nutz lieb und Ehr Wie von euch ist geschehn bißher:

Sondern geht unserm König nach Ohn zorn und rach durch schimpff und schmach In Lieb gedult zucht und demut: So ihr das thut wird alles gut.

Gebet auff ewer sachen acht Betet und wacht bey tag und nacht. Lasst euch von freund Mann Weib und Kindern An ewern guten Lauff nicht hindern;

Ew'r eigen Leib und Leben hasst Nemet auff euch des Creutzes last; Sie ist leicht dem der sich drinn übet Ja sueß dem der den König liebet

Der für uns alle hat gestritten Vmb unsernt willen viel gelitten: Darumb seyt willig unterthan Vnd stanthafft unter seiner Fahn

Alß tapffer Helden in dem streit Beweiset ewer Mannlicheit Wieder die drey haubt-feind zu kempffen Satan Welt eigen fleisch zu dempffen

Goliat Saul und Absolon Wie uns die Schrifft fürbildet schon. Leset sie fleißig mit bedacht Klaubt auß den kern gebt darauff acht

Bleibet nicht an den schalen hangen Es ist ein bessers zu erlangen. Ich sag' es euch in rechter trew Das alte ist ein bilt auffs new:

Was dort außwendig ist geschehn Das muß inwendig dir angehn: Kehrt umb die augen seht einwertz Gebt acht auff ewer eigen hertz

Da wohnt der Schalk da helt er hauß Seyt fleißig treibt denselben auß So werdet ihr noch hir auff Erden Freyherrn und Freyherrinnen werden.

In die Rustkammer Pauli geht Die bey seinen Ephesern steht. Zieht an den harnisch nemt das Schwert Setzt auff den Helm thut was er lehrt

Vnd seyt gestiefelt an den beinen Der rechten Krieger art lasst scheinen. Trett frisch her an steht Mann bey Mann Greifft keck den Alten Adam an

Der sich in euch täglich auffrichtt Wehrt tapffer euch schont seiner nicht Leidt und vertragt seyt unverzagt Bey ewerm Köning alles wagt

Er ist ew'r schutz und Auffenthalt Wird helffen bald; drumb thut gewalt: Fasst einen starcken helden muth Setzet daran leib gut und blut.

Gleich wie die Kriegs-leut in der Welt Nur umb vergänglich Ehr und gelt Bey ihrem Haubtmann alles wagen Kein last ist ihnen schwer zu tragen

Sie folgen willig an den orth Da Leib und Seel offt wird ermordt: Solt dann nun nicht ein Christ viel mehr Zu erlangen die Ewig Ehr

Von diesem Herrn sich lassen führen? Ist doch bey ihm nichts zu verliehren Er gibt die allerbeste beut Ewig Reichtumb und Herzlichkeit

Dazu ihr seyt geladen heut Nemet in acht die Gnaden zeit Vnd machet euch darin bereit. Zu lohn ein Cron und Ehrenkleit

Auch Ewigwehrend freud ohn leit Werdt ihr empfangen nach dem streit. Dafur sey Gott beid nah' und weit Gelobt und hoch gebenedeit

Von Ewigkeit zu Ewigkeit. Christi Gülden Cron Vnd das Ehrenkleit Empfanget zu lohn

In der Herzlichkeit Der in dieser zeit Vberwindt im streit. Habt Freud Im Herrn

Ihr Fromme Hertzen: Er lindert gern All ewer schmertzen; Will verkehrn

In frölich schertzen.

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