Christus des Creutzes König ist Nach dem genennet wird ein Christ Wie ihr mein' Kinder allzusamen Auch seyt genant nach seinem Namen
Vnd in der Tauff darauff getaufft Mit seinem teuren blut erkaufft; Daß ihr ihm sollt seyn unterthan. Darumb Caspar und Christian,
Auch Friedrich-Hermann, komm't heran Seyt willig Gott wird helffen dann. Maria und Christina beid Macht euch zu folgen mit bereit.
Gehorchet ewer Mutter Rath Begebt euch auff den engen pfath. Führet würdig im Christenthum Den Edlen Namen Gott zum ruhm;
Lebet alß Christen und Christinnen Vnd folget nicht mehr ewern sinnen In eigen will'n nutz lieb und Ehr Wie von euch ist geschehn bißher:
Sondern geht unserm König nach Ohn zorn und rach durch schimpff und schmach In Lieb gedult zucht und demut: So ihr das thut wird alles gut.
Gebet auff ewer sachen acht Betet und wacht bey tag und nacht. Lasst euch von freund Mann Weib und Kindern An ewern guten Lauff nicht hindern;
Ew'r eigen Leib und Leben hasst Nemet auff euch des Creutzes last; Sie ist leicht dem der sich drinn übet Ja sueß dem der den König liebet
Der für uns alle hat gestritten Vmb unsernt willen viel gelitten: Darumb seyt willig unterthan Vnd stanthafft unter seiner Fahn
Alß tapffer Helden in dem streit Beweiset ewer Mannlicheit Wieder die drey haubt-feind zu kempffen Satan Welt eigen fleisch zu dempffen
Goliat Saul und Absolon Wie uns die Schrifft fürbildet schon. Leset sie fleißig mit bedacht Klaubt auß den kern gebt darauff acht
Bleibet nicht an den schalen hangen Es ist ein bessers zu erlangen. Ich sag' es euch in rechter trew Das alte ist ein bilt auffs new:
Was dort außwendig ist geschehn Das muß inwendig dir angehn: Kehrt umb die augen seht einwertz Gebt acht auff ewer eigen hertz
Da wohnt der Schalk da helt er hauß Seyt fleißig treibt denselben auß So werdet ihr noch hir auff Erden Freyherrn und Freyherrinnen werden.
In die Rustkammer Pauli geht Die bey seinen Ephesern steht. Zieht an den harnisch nemt das Schwert Setzt auff den Helm thut was er lehrt
Vnd seyt gestiefelt an den beinen Der rechten Krieger art lasst scheinen. Trett frisch her an steht Mann bey Mann Greifft keck den Alten Adam an
Der sich in euch täglich auffrichtt Wehrt tapffer euch schont seiner nicht Leidt und vertragt seyt unverzagt Bey ewerm Köning alles wagt
Er ist ew'r schutz und Auffenthalt Wird helffen bald; drumb thut gewalt: Fasst einen starcken helden muth Setzet daran leib gut und blut.
Gleich wie die Kriegs-leut in der Welt Nur umb vergänglich Ehr und gelt Bey ihrem Haubtmann alles wagen Kein last ist ihnen schwer zu tragen
Sie folgen willig an den orth Da Leib und Seel offt wird ermordt: Solt dann nun nicht ein Christ viel mehr Zu erlangen die Ewig Ehr
Von diesem Herrn sich lassen führen? Ist doch bey ihm nichts zu verliehren Er gibt die allerbeste beut Ewig Reichtumb und Herzlichkeit
Dazu ihr seyt geladen heut Nemet in acht die Gnaden zeit Vnd machet euch darin bereit. Zu lohn ein Cron und Ehrenkleit
Auch Ewigwehrend freud ohn leit Werdt ihr empfangen nach dem streit. Dafur sey Gott beid nah' und weit Gelobt und hoch gebenedeit
Von Ewigkeit zu Ewigkeit. Christi Gülden Cron Vnd das Ehrenkleit Empfanget zu lohn
In der Herzlichkeit Der in dieser zeit Vberwindt im streit. Habt Freud Im Herrn
Ihr Fromme Hertzen: Er lindert gern All ewer schmertzen; Will verkehrn
In frölich schertzen.
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