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1863–1929

N.A.

Arno Holz

In meine Dachkammer, eine Etage höher als der Himmel, kommen sie alle. Menschen, die Goya und Utamaro lieben,

seltne, ganz ausgefallne, verdrehte Exemplare und Hühner, die Palestrina über Pietro Mascagni stellen, alte Herren, die heimlich, wenn im März die Veilchen wieder blühn, auf den Strassen kleinen Rotznasen Bonbons zustecken,

und junge Leute, die Bücher verkaufen und Sonntags, in ihren Mussestunden, den lieben Gott totschlagen. Der Meister, der Meester, der Maëstro, der Maëstrino und der Maëstrillo.

Der Maëstrillo, wie immer, ist der Erste. Er schüttelt den Schnee von den Schultern, zieht die Handschuhe aus, knüpft das Halstuch ab, die nassen Galoschen stellt er draussen neben den Rauchfang auf die

Bodentreppe. Um unser rotes, irisches Oefchen, auf Feldstühlchen, sitzen wir dann, horchen, wie ab und zu, unsichtbar, durch die Stille auf den Rost der Coaks nachrutscht

und freuen uns, wie durchs Dunkel unsre Cigarren glühn!

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