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1883

Er wartet auff sie in einem Lust-Wäldgen

Arno Holz

Der mehr alß Winter wich die Täubgens schnäbeln sich der Hahn der Hühner-Mann tukkt seine Klokk-Hän rann.

Das Späzzgen drukkt sich schlau an seine Späzzgen-Frau kortz alles was blohß bihbt ist itzo scharff verlihbt.

Mein Hütgen schieff aufs Ohr spazzir ich für das Thor und zwürble mir den Bahrt so rächt nach Schäffer-Ahrt.

Du schwartz-braun Mädichin zu dir ziht es mich hin; am bundten Bluhmen-Blazz erwartestu den Schazz.

Ey ey waß soll daß seyn? Bün ich hihr gantz allein? Der Bluhmen-Pöfel brahlt wie von Apell bemahlt.

Die Amstel brohbt im Grund den qvitten-geelen Mund die Sonne blintzt ins Moos mein Gott wo bleibstu blohß?

Dein auff gerolltes Hahr entzükkt mich gantz und gar; ich sag es glatt herauß ich mache mir waß drauß!

Das allerbäste Kraut räucht schlächt für deine Haut sie fässt sich an for mir wie feinstes Bost-Bappihr!

Dein Mund auß Carmesin ist spanischer Jeßmin dardrin hält sich verstäkkt candirtes Hertz-Confäkkt.

Der Lihbe Malvasir geneußt man nur zu zwihr kom spihle mir waß for auff dihsem Haber-Rohr!

Waß dir das Mihder füllt ist dünn mit Flohr verhüllt sälbst waß dich hindten zihrt ist Oepffel-rund formirt.

Zurlezzt halb Süd halb Nord der stähts erwüntschte Port von Myrthen dikk umbrirt und den Zinober zihrt.

Itzt Feuer und itzt Eyß bald wird mir kalt bald heiß fast ist das gantze Graß von meinen Threnen naß.

Du höchst belihbtes Zihl for meinen Fehder-Kihl du ohngemeines Licht kömbstu noch ümmer nicht?

Schon fällt ein kühler Tau die Wälder werden blau die Nachtigall schon schlagt die kleine Gottes-Magd.

Botz dausend schlapperment nimbt daß denn gar kein End? Dorillgen süsses Thier mich küzzelt so nach dir!

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