Skip to content
1883

Er verlustirt sich über die kleine Kloris

Arno Holz

Die kleine Kloris wollte oho! daß ich sie küssen sollte soso.

Das Mihder stund ihr offen oho! so hatt ich sie bedroffen soso.

Im Lazz die beyde Schlehen oho! kunt ich ihr grade sehen soso.

Darzwischen stach dem Mäußgen oho! ein kleines Nelcken-Sträußgen soso.

Ihr Mund auff meinem jukkte oho! worbey sie nicht mahl zukkte soso.

Du lihber lihber Junge! oho! Sie biß mir auff die Zunge soso.

Nicht Indjens Pärlen-Pläzze oho! dauscht ich for solche Schmäzze soso.

Darbey so kam mein Finger oho! ihr an die beyde Dinger soso.

Sie waren brall wie Zwettschen oho! ich hub sie an zu knettschen soso.

Da kunte sie's nicht lassen oho! mich gleich-falls zu ümbfassen soso.

Gern sah ich solche Driebe oho! schon rein aus Menschen-Liebe soso.

Was nüzzen mir wo Beeren oho! wenn andre sie verzehren soso.

Flinck glitt ich rischel-ruschel oho! ihr in die Purpur-Muschel soso.

Ümb mich in ihre Gaben oho! rächt innig zu begraben soso.

Erst dhat sie wie Dorinde: oho! „Nein wie ich sowaß finde!“ soso.

Doch bald so kunt ich spühren oho! ihr wonnigliches Rühren soso.

Die Läden draussen knarrten oho! sie wusste hundret Arten soso.

So zekkten sich nicht Spazzen oho! so lihbten sich zwo Razzen soso.

Cupido wikkel-wakkel oho! Cupido hihlt die Fakkel soso.

Biß Titan wihder strahlte oho! und uns mit Goldt bemahlte soso.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.