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1883

Er spührt ihn kommen

Arno Holz

Frühling dein Gold-Gezelt brach durch die Gassen! Alles waß Othem helt kan sich kaum fassen!

Venus alß Schäffrin worff die süsse Glihder draussen gantz fern vom Dorff in Bluhmen nihder.

Gräsgens und Bürcken stehn bundt durch-einander heymlig und ohngesehn naht sich Glückander.

Nachlässig hin-gesträkkt siht er sie lihgen; ihr Hund die Zunge bläkkt kaum käun die Zihgen.

Seinen Arm schlingt er kühn ihr ümb die Hüfften – wie ihr die Bakken glühn die Veilgens düfften!

Ey ey waß dhustu mir? Nicht doch so derbe! Waß ist denn daß for Thier? Ich schrey ich sterbe!

Endlich so ligt ihm da lachend und offen waß sonst sein Traum blohß sah gantz ohnverhoffen.

Truncken für Wollust schreyt das Lufft-Gefihder Saturnens göldne Zeit kam durchauß wihder!

Vor war ich sälbst so froh die Qwällen sprangen itzt schon so kombt auff mein Stroh der Dodt gegangen!

Ich bün so gantz entzwey der Lentz lacht Jungen – Welt deine Melodey ist mir verklungen!

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