Weil die schönen Sommer-Wochen wihderümb herfür gekrochen bün ich gleichsahm wie entzükkt wenn betaut von Pärlen-Kräntzen
der saffirnen Felder Gläntzen fast mich auß mir sälbst entrükkt! Morgends schon in aller Frühe dreibt Melampus seine Kühe
Titan sälbst ist kaum schon wach und sie hängen ihre Eutter Bluhmen-käuend in die Kreutter blanck vorüber rauscht der Bach.
Zwischen grünen Amaranthen zwischen feisten Alakanten wo die dikksten Spindeln stehn unter Wolcken-hohen Eichen
die fast an die Sterne streichen laß uns itzt spazziren gehn! Wo die weissen Lämmer grahsen stört uns kein Trompeten-Blahsen
Mars lihgt itzt der Venus bey. Weil ihn ihre Brüste pressen hat er gantz und gar vergessen Trummel-Schlag und Feld-Geschrey.
Mit Frau Florens bundter Waare kräntzt er ihr die göldnen Hahre daß das Hertz ihr lacht und springt biß sie wie zwey Reben-Trauben
zahrt sich durcheinander schrauben worzu süß ein Vogel singt. Sih auß spihlenden Opalen dort den Regen-Bogen strahlen –
fort die Grillen-Fängerey! Hindter unbeschnittnen Myrthen blahsen durchauß ferne Hirten niemand der nicht frölig sey!
Itzt mit Dünnen wie mit Dikken schlägt sich mancher in die Wikken oder auch ins Rokken-Feld; überall auff allen Trifften
hört man nichts wie Heyrath stifften klar-blau blizzt das Götter-Zelt. Dort in jene kühle Grotte schlipffte eben Marmelotte
sollte drin nicht Strephon seyn? Laß die Frevel-Mäuler schwezzen! Wenn sie sich nur rächt ergezzen! Wer wird gleich Lamento schreyn?
Auß verguldeten Narzissen gantz auff Ueppigkeit beflissen kukk Mirtillchen und Mirtill! Zwo bewegliche Korallen
üben sich auff ihm mit Knallen wie ein Lämmgen hält er still. Nicht doch nicht doch lihbes Kindgen nicht doch nicht doch kreischt Dorindgen
doch es ist bereits geschehn und ihr zu verlihbtes Bübgen küzzelt sie schon in das Grübgen – kom wir wollen weiter gehn!
Denn auch wir sind keine Engel pfiff der kleine Galgen-Schwengel uns nicht dihse gantze Nacht? Unter dausend süssen Schertzen
lagen wir uns Hertz am Hertzen ach hat mich das froh gemacht! Jenes angenehme Jükken fühlen sälbst die Mammelükken
drümb so laß sie gantz allein; wo zwey Lihbste und mit Lachen durchauß Gribbes-Grabbes machen darff man niemahls Argus seyn!
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