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1883

Er passirt an ihrer Thür vorbey

Arno Holz

Der Winter stirbt im Wald deß freuen sich die Faunen und blahsen daß es schallt auff ihren Feld-Bosaunen.

Die trühbe Zeit ist hin der Venus weisse Taube legt ihre Eyerchin in Mavors Bikkel-Haube.

Der Thetis blaue Schooß ligt wihder frey und offen durchs lebhafft grüne Moos kömbt Owäll ümb Owäll geloffen.

Das klükkert durch den Hag und glüzzert immer döller die Welt von Tag zu Tag wird durchauß Bluhmen-völler.

Schon sizzt vor ihrer Thür das freundliche Florindgen ich spreche höfflich für wie geht es dir mein Kindgen?

Gleich wird sie über roht ach nur ein eintzges Schmäzzgen! man stirbt darvon nicht dodt sie fältelt sich am Läzzgen.

Zween Marmol-Ballen zwänckt das allzu dünne Mihder ihr süsses Uhr-Werck sänckt bald hebt es sich auch wihder.

Sie sprengen fast den Zwilch kukk wie sie sich bewegen der Juno weisse Milch ist kohl-pech-schwartz dargegen.

Du duppel Kuß-Altar auß dem sich Rohsen krüllen bald wirstu gantz und gar mich mit Vergnügen füllen.

Dan steht mir alles frey wekk du bestirnter Schleyer dan kikakt die Schallmey zu Tellens Hochzeits-Feyer!

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