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1883

Er hört mit ihr den Gukguk schreyn

Arno Holz

Grisillgen weistu waß? Kom mit mir in das Graß. Im Hayn blüht lengst der Flihder die Fröschgens hupffen wihder.

Venus und ihr kleines Söhngen pflükken sich da Tausendschöngen. Ach nun ist die göldne Zeit – hörstu wie der Gukguk schreyt?

Grisillgen weistu waß? Itzt wünscht ich dihß und daß. Sih wie sich meine Zihgen ümb deine Schäffgens schmihgen.

Zwischen Qwendel über Qwekken tasten dort verbuhlt zwo Schnekken. Ach nun ist die göldne Zeit – horch blohß wie der Gukguk schreyt!

Grisillgen weistu waß? „Nein nicht doch Dafnis laß! For so ein Bihnen-Kröpffgen ist nicht mein Honig-Döpffgen!

Müßt ich nicht durch solch Benähmen mich vor meinen Schäffgens schähmen? Drükk mir nicht mein Daffet-Kleid horch doch wie der Gukguk schreyt!“

Grisillgen waß ist daß? Dein Hütgen glüzzt gantz naß? „Lind träuffelt seinen Segen ein lihber Sonnen-Regen!“

Flinck in jenes Rohsen-Läubgen! Ich der Täuber du das Täubgen! Ach nun ist die göldne Zeit – nein wie blohß der Gukguk schreyt!

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