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1883

Er drohstet sich über sie

Arno Holz

Ohnvergleichliche Salene ja ich war dein Cawallir deine zwo mahl sechzehn Zehne blüzzten bläncker alß Porfir.

Doch du weilst an frembden Flüssen und die schöne Zeit verfloß die mit hundret tausend Küssen mich in deine Arme schloß.

Dorilillgen rühr die Schänckel denn daß ist der Welt ihr Lauff lupff dein Rökkgen zeig die Änckel dantz mir einen Pollschen auff!

Sälbst die weissesten Zeitlosen sind nicht halb so weiß wie du wirffstu mir auß nichts alß Rohsen lautter lihbe Blikker zu.

Schöner bistu fast alß Esther das zertheilt mir alle Pein; komb du kleine Venus-Schwester sizz mir in den Schooß hinein!

Dein mit Roht gemischt Erblassen macht mir tausend süsse Lust meine Finger rund ümbfassen deine duppel Silber-Brust.

Blau durchs Fenster blinckt der Flihder nein ich laß dir keine Ruh; trukk mich Kind ich trukk dich wihder denn ich bün ein Mäntsch wie du!

Zwar dein schönstes Belvedere hältstu listig noch verstäkkt; daß ich nichts nicht mehr entpehre halt es nicht mehr zubedäkkt!

Ohnvergleichliche Salene dihsen Kuß hihr auff dein Wohl! Deine zwo mal sechzehn Zehne sind von innen durchauß hohl!

Nichts wie Nasen sih mich drehen dir für dihsem Rohsen-Dhor – die catonisch sauer sehen hau ich auff ihr Midas-Ohr!

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