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1883

Er brohbt erst sein Säyten-Spihl

Arno Holz

Dreyssig Jahre Krieg dein Grauß – Gott sey Danck die Zeit ging auß Teutschland pflantzt sich wihder Aehren; seine Zweytracht stieg zu Grab

unter nichts wie Freuden-Zähren warff es seine Waffen ab! Mars dein Morden schnob fürbey

deiner Horden sind wir frey! Statt wo sonst blohß Kugeln flögen wölben sich die Friedens-Bögen!

Himmel Heu und Haberstroh bey sothanen Dingen sollt mir da mein Mongpopo nicht für Freuden springen?

Sollt ich murrisch und aigrirt hindterm Ofen sizzen itzt wo alles qwinqwelirt daß die Funcken sprizzen?

Nein von meinem muntren Rohr reiß ich jeden Drauer-Flohr bey Konfäkkt und Wein will ich lustig seyn!

Süssestes Kathringen sing in mein Zythringen! Mit Flöten und mit Leyren wollen wir dihß feyren:

Die Fenster haben wihder Scheiben weil die Leutnamts Kühe dreiben! Jeder so in Dorff wie Stadt küsst sich itzt an Seiner satt

keiner mehr Bedäncken drägt daß ihn wo ein Schnapp-Hahn schlägt! Vor so fegten durch die Gassen blohß Cardaunen und Carcassen

vor so schmetterten und krehten blohß die Wekk- und Schrekk-Corneten vor so kunt man kaum für Rauffen Grüzz-Worst frässen Dünn-Bier sauffen!

Itzt so stopfft man sich den Magen mit Behagen! Itzt so blahsen uns die Zincken blohß zum Drincken!

Itzt so übt man früh wie spaht waß schon Zeus mit Leden dhat! Ich finde würcklich dihse Zeit von außgesuchter Schmakkbahrkeit!

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