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1883

Daß sie for ihr Schlößgen schon einen Schlüssel hat/ basst ihm nicht

Arno Holz

Melinde süsses Weib nach Amber räucht dein Leib gantz Gold sind deine Hahre; doch daß zu gleicher Frist

dein Hertz ein Agtstein ist bringt mich noch auff die Bahre. Stets hengt dir wo am Rokk dein Mann der Külster-Bokk

der alte Krippen-Sözzer; statt Alicanten-Wein druppt er dir Wermuth ein pfy Teiffel so ein Krözzer!

Zu Kuchen und Koffee auff deinem Canape dreff ich ihn däglich sizzen dein Händgen stopfft Confäkkt

und waß mir sonst noch schmäkkt in alle seine Rizzen. Hohl-Hippckens Hindbeer-Schmältz schläkkt er sich in den Bältz

zu einer Plunder-Brähtzel; worhin er das blohß dreibt daß ist for mir und bleibt durchauß ein schwartzes Rähtsel.

Streu-Strihtzel Mandel-Klein daß muß ihm alles rein mir fehlt es fast an Bildern benebst Bappihr und Zeit

for so vihl Traurigkeit ümb solches auß zuschildern. Sordan sezzstu dich hin for ihn ans Klawizin

ich kriege gleich die Krencke Molchs-Milch und Drachen-Rauch befillt mir Brust und Bauch sorbald ich blohß dran dencke.

Darzu wird scharmuzzirt durchauß und ohngenirt ein Büfgen hört man lachen! ich sehe steiff vorbey

verfluchte Löffeley daß dich der Hellen-Rachen! Zurlezzt so heissts adrett atchö wir gehn zu Bett

er seh uns rächt bald wihder. Drümb günge es nach mir so kehmstu stoltzes Thier mit einem Blind-Worm nihder!

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