Skip to content
1863–1929

Arme Lieder.

Arno Holz

O daß er käme, jener Fürst der Liebe, Der von dem Haupt die goldne Krone legt Und, daß kein Herz verarmt und dürftig bliebe, Den goldnen Reif zu frommen Münzen prägt,

Der seinen Purpurmantel voll Erbarmen Zu Windeln theilte für die Brut der Armen! Ein schöner Traum! Er wird sich nicht erfüllen, Doch blickt er schön aus rothem Dämmerlicht.

Es taugt, die Noth der Erde zu verhüllen, Die Blumenpracht von hundert Lenzen nicht, Allein so lang noch ird'sche Lenze dauern, Wird der Poet mit dem Enterbten trauern.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Arme Lieder. · Arno Holz · Poetry Cove