Skip to content
1863–1929

5. Pro Domo.

Arno Holz

„o wirf ihn fort den Hungerknochen! Es hat die leidge Politik Schon Manchem hier den Hals gebrochen. Auch

Doch wozu ihn versificiren? Die Welt ist heute prosatoll Und wird ihn schwerlich honoriren. Such lieber hohe Protegees,

Dein Sozialismus ist uns schnuppe, Denn schließlich wärmst du nur, gesteh's, Die achtundvierzger Bettelsupe. Drum still, du Sturm im Wasserglas,

Und reime fortab nur auf „Triebe“ — Du säst wie Lucifer nur Haß, Das Herz der Kunst heißt aber Liebe!“ Ich hör's und fluche: Sapprement!

Zwar lieblich locken die Moneten, Doch fehlt mir leider das Talent Zum schwarzweißrothen Hofpoeten. Drum bitte, mir drei Schritt vom Leib

Mit euern Tombackpoesieen Und zischt nicht wie ein feiles Weib: Tritt ein in unsre Koterieen! Thät ich's, ich wär ein Halb-Poet,

So aber ruf ich durch die Gassen:

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
5. Pro Domo. · Arno Holz · Poetry Cove