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1896

4.Ein Herz, das zersprungen

Arno Holz

Den Menschen fernab In Sammt und in Trauer Liegt einsam ein Grab, Ein Grab an der Mauer.

Kein Marmorstein deckt Den sinkenden Hügel, Doch drüberhin reckt Ein Baum seine Flügel.

Ein Christuskreuz sieht Aus blühendem Flieder Und manchmal auch kniet Ein Weib davor nieder.

Und gestern, als sacht Ich vorübergegangen, Da gab ich drauf Acht, Was die Vögel dort sangen.

Ich lauschte und sieh, Da war es die alte, Die Schmerzmelodie, Die noch niemals verhallte:

Ein Baum, der verblüht, Ein Ton, der verklungen, Ein Stern, der verglüht, Ein Herz, das zersprungen!

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