Und hoch schlägst du empor in deinen Träumen, Wenn dir die Sehnsucht ihre Flügel leiht Und mit dir wandelt unter Blüthenbäumen. Kein Wölkchen segelt durch das Blau der Luft,
Die Knospen brechen und die Früchte schwellen, Und fernhin schaukelt sich's wie Rosenduft Sanft über sanft bewegten Meereswellen. Doch dringt auch Erd und Himmel auf dich ein,
Es läßt dich nie an einem Orte rasten; Denn ach, dich lockt ein ferner Zauberschein Und ruhlos mußt du nun die Welt durchhasten. Wie oft nicht glaubtest du den stillen Strand
Der selgen Inseln schon erspäht zu haben, Doch tratest du dann zögernd an ihr Land, So war's nur, drin die Hoffnung zu begraben. Doch die du scheidend schon so oft beweint,
Stets ist sie noch erwacht aus ihrem Tode Und hat sich schmeichelnd wieder dir vereint Und trank mit dir und brach von deinem Brode. Du aber fügtest dann in Klang und Wort
Von neuem deine ewigen Gefühle Und spähtest nach dem heißersehnten Port, Der dich errettet aus dem Weltgewühle. Denn wen sein wilder Strudel erst erfaßt,
Der ist für alle Ewigkeit verloren; Kein Götterbote lädt ihn mehr zu Gast Und besser wär's, er wäre nie geboren. Drum harre aus, wie du bisher gethan,
Und halte fest an allem, was dir theuer; Zwar nur gebrechlich ist dein schwanker Kahn, Doch sitzt die Liebe ja an seinem Steuer.
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