Skip to content
1863–1929

18.

Arno Holz

Den einst die Sehnsucht schmeichelnd dir kredenzt, Sieh, ich bin elend, und dies Herz ist krank, Drin Haß und Liebe aneinander grenzt! Das aber macht, ich trank von jenem Saft,

Gemischt aus Himmels Zu viel für diese kurze Erdenhast Und ach, zu wenig für die Ewigkeit! Und doch; wie du auch lachst zu Spiel und Scherz,

Nicht gäb ich meinen gramverstörten Sinn Für deine Lust und für dein leichtes Herz, Um das Denn Werke des Gedankens und der That,

Wie sie dein Geist noch niemals in sich trug, Sollst du vollbracht sehn, wenn die Zeit sich naht, Durch meiner Seele letzten Athemzug!

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
18. · Arno Holz · Poetry Cove