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1894

Mit Handschuhen für Leopold Andrian

Hugo von Hofmannsthal

Wir sind das Kleid für eine kleine Hand: Aus dieser fällt dereinst auf Andrian Mehr Gloria und goldnes Lorbeerlaub, Als je die starken Hände heimgebracht

Der Vorgeborenen, die nun im Grab Mit nackten weißen Knochen kreuzweis ruhn, Und hätten sie gleich David auch geschleppt Des Ruhmes abgeschlagnes Riesenhaupt,

Um ihre Finger wickelnd sein Gelock! Wie schlaffe Segel achte ich den Ruhm, Wie Küsse, drin so wenig Liebe wohnt Als süßer Traubensaft im Kern der Nuß,

Wie Schlaf und anderes, das kommt und geht: Die alle sagen nichts: viel aber sagt Der Abend, wenn die schwarzen Bäume beben, Und viel das wechselnde Gesicht der Nacht,

Die kleinen gelben Häuser in der Stadt Und jedes Wesen, das sein Leben lebt ... Groß wie die Nacht, wenn du es recht bedenkst, Ein solches Ding ist auch der Ruhm und rauscht

Mit hohen Segeln wie ein großes Schiff.

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