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1616–1679

Vorrede.

Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Heb Rom Lucretien biß an das stern-gerüste! Weil sie in adern-brunn den kalten stahl gesteckt Nachdem sie vom Tarqvin durch ehbruch war befleckt Hier dringt ein reiner dolch durch unbefleckte brüste.

Lucretia ließ zu vorher die schnöden lüste. Olympia hat nichts von geiler brunst geschmeckt Die ihren helden-arm zu strenger rach ausstreckt Ch als zum ersten mahl sie Artabazes küßte.

Lucretia verschrenckt dem schänder nur den thron; Hier büßt der fürsatz ein lust ehre leben kron. Die nachwelt wird gestehn die beyder bild wird sehen; Gold ertzt und marmol sey Olympien zu schlecht

Lucretzen holtz zu gut; Lucretzen sey nur recht Olympien zu viel durch ihren stich geschehen.

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