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1616–1679

Von der winter-zeit.

Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Soll ich des winters art nicht lieben Weil er des jahres alter heist Der gärte zierrath nieder reist Wenn er der felder lust vertrieben

Als ein unangenehmer greiß Verkleidet liegt in schnee und eiß? Der winter macht aus wasser brücken Auf welchen ich kan sicher stehn

Auf welchen pferd und wagen gehn Der winter heilt mir brust und rücken Wenn mir des ofens liebligkeit Macht in der stube sommer-zeit.

Jm winter hab ich zu geniessen Was mir der kühne jäger bringt Was nicht mehr in dem winter singt Kan in den magen sich verschliessen

Des winters kälte machet hitz In der verborgnen liebe sitz. Jm winter können wir die sternen Viel besser als im sommer sehn

Und ist im winter nicht geschehn Was der ehristmonat giebt zu lernen? Als du stiegst von des himmels thron Und wardst ein mensch o GOttes sohn!

Uns haben dein reich vorzumahlen Daß in der gnaden-reichen zeit Uns schenckt die lust der ewigkeit O JEsu! deine klare strahlen

Den schönsten tag aus schwartzer nacht Den winter zu dem lentz gemacht.

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