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1616–1679

Vermischte Arien.

Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Wer auff schwüre bauet Und auff worte trauet So die zeit zerbricht Dem gelückt es nicht;

Ja wird leichtlich nein Und ein falscher schein Reißt offt allen fürsatz ein. Zirckel der gedancken

Können leichtlich wancken Und der liebe-schluß Hält nicht lange fuß. Was die welt erfreut

Nennt die leichte zeit Wechsel der ergetzligkeit. Allzu lange sonne Machet schlechte wonne

Muscateller must Ja die höchste lust Bringet dem verdruß Der mit überfluß

Solches stets geniessen muß. Honig wird zu gallen Greul will dem gefallen An der seite stehn

Und zu nechste gehn. Mancher blume pracht Heut als gold geacht Wird in kurtzer zeit verlacht.

Wer nicht menschen kennet Meynt daß alles brennet Was da feuer rufft. Ach der hertzen grufft!

Den die treu entweicht Die viel list durchschleicht Hat kein maaß noch bley erreicht.

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