Was denckt aus mir der himmel doch zu machen?
Daß aller schmertz auff meinen scheitel fällt;
Daß stete qvaal und pein bey mir erwachen
Bin ich allein ein sünder auff der welt?
Ein andrer speist sein hertz mit tausend freuden
Ich ärmster aber muß beständig leiden.
Ach Margaris! du fürstin meiner seelen
Dein englisch seyn hat meine seel entzündt
Ich muß die glut in meiner brust verhölen
Weil auch ein wort offt strenges urthel find
Mein reines hertze brennt von liebes-flammen
Und mit gedult muß ich die glut verdammen.
Ein sclave der in seinen ketten schmachtet
Der tauben ohren seine seuffzer schickt
Der strang und pfahl vor seinen siegs-krantz achtet
Ist ja vielmehr als leyder! ich beglückt:
Denn er darff seine noth noch sterbend zeigen
Ich aber ach! muß meine pein verschweigen.
Nun Margaris fiehstu mich gleich nicht brennen
Deckt schon die noth mein unberedter mund
So soltu mich doch in der aschen kennen;
Mein seuffzend hertz macht meine liebe kund
Besing ich stündlich gleich nicht mein betrüben
So denck Adon kan leiden schweigen lieben.
Er stellt die welt dem irrthum zum gesetze
Und dieses ists was mich bestricket hält
Führt mich nicht mein verhängniß aus dem netze
So daß die hoffnung gleich mit mir verfällt
So soll mein hertz doch glut und flammen hegen
Biß man mich wird zu meinen vätern legen.