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1616–1679

Verliebte Arien.

Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Parthenie du strenge meiner seelen Vor der mein hertz in fässeln schmacht Wie lange soll mein trüber geist sich qvälen Den du um seine freyheit bracht?

Wie lange soll ich mich betrüben Verschwiegen und mit schmertzen lieben? Kan ja kein ach in deine seele dringen Das göttin dir dein sclave schickt;

So höre doch die schweren fässel klingen Wovor der abgrund selbst erschrickt. Wiltu den diamanten gleichen So kan dich nichts als blut erweichen.

So siehe denn hier blut und thränen rinnen Das pfand so ich dir liefern kan Du wirst es nicht von dir verstossen können Der himmel nimmt solch opffer an;

Drum wird ja auch vor deinen augen Ein himmel-reines opffer taugen. Es wird die welt dir süssen weyrauch brennen Wenn du o schönstes götter-kind

Auff deinem thron dich läst barmhertzig nennen Wenn man vor dir genade find So wird dein thun den engeln gleichen Und dein erbarmen sie erweichen.

Verzeihe mir o göttin meiner seelen Daß sich ein knecht so viel erkühnt Und daß ein mensch mit hertzens angst und qvälen Um deine himmels schönheit dient

Du gleichst mit deiner pracht der sonnen Von der auch staub den schein genommen.

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