Parthenie du strenge meiner seelen
Vor der mein hertz in fässeln schmacht
Wie lange soll mein trüber geist sich qvälen
Den du um seine freyheit bracht?
Wie lange soll ich mich betrüben
Verschwiegen und mit schmertzen lieben?
Kan ja kein ach in deine seele dringen
Das göttin dir dein sclave schickt;
So höre doch die schweren fässel klingen
Wovor der abgrund selbst erschrickt.
Wiltu den diamanten gleichen
So kan dich nichts als blut erweichen.
So siehe denn hier blut und thränen rinnen
Das pfand so ich dir liefern kan
Du wirst es nicht von dir verstossen können
Der himmel nimmt solch opffer an;
Drum wird ja auch vor deinen augen
Ein himmel-reines opffer taugen.
Es wird die welt dir süssen weyrauch brennen
Wenn du o schönstes götter-kind
Auff deinem thron dich läst barmhertzig nennen
Wenn man vor dir genade find
So wird dein thun den engeln gleichen
Und dein erbarmen sie erweichen.
Verzeihe mir o göttin meiner seelen
Daß sich ein knecht so viel erkühnt
Und daß ein mensch mit hertzens angst und qvälen
Um deine himmels schönheit dient
Du gleichst mit deiner pracht der sonnen
Von der auch staub den schein genommen.