Sclaven schlaffen in den banden
Nur ich liege sonder ruh;
Meiner hoffnung schiff will stranden
Und läufft wilden klippen zu
Denn die flammen deiner liebe
Hegen in sich lauter triebe:
Weil ihr weg will seyn
Nur stein
Daß ich mit weh
Dich nur lieb’ Arcadie.
Könt ich nur dein auge küssen
Würd’ ich meiner bande loß
Meine geister solten fliessen
Dir ersterbend auff dem schooß;
Denn so wolt ich liljen pflücken
Und auff deine brüste drücken
Sagen sonder leid
erfreut
Ihr weisser schnee
Gleicht dir nicht Arcadie.
Ich muß küssen in gedancken
Ich muß lieben sonder that;
Meiner sinnen zirckel wancken
Weil ich hoffe sonder rath
Ja mein leben wird verschwinden
Eh’ es die noch wird empfinden
Die den todt mir bringt
Und schwingt
Daß ich vergeh
Verwund Arcadie.
Denn die flammen ihrer augen
Die mein hertz in brand gebracht
Können mir den geist aussaugen
Daß ich sonder lebens macht
Muß verlodern in der flammen
Die sich legt um mich zusammen
Indem deine gunst
Die brunst
Durch ihre see
Nicht abkühlt Arcadie.
Deine purpur-rothe wangen
Die ich doch nicht angerührt
Haben meinen geist gefangen
Die ihn sclavisch zugeführt;
Und die liljen deiner brüste
Deiner lippen süsse lüste
Machen durch den zwang
Mich kranck
Daß ich vergeh
Und dir sterb’ Arcadie.