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1616–1679

Verkehrtes sonnet der schreibe- feder.

Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Die kunst ist ohne macht wo sich nicht Mars gesellet Die feder hat den stahl offt bloß aus furcht verstellet Und ob sich itzt ein held auff freye künste leget Doch ward Germanien noch 1000. mahl so groß

Als seiner waffen-plitz das stoltze Rom beweget. Es sey daß ein Virgil saß in Augustus schooß So stand die majestät nur auff der schwerdter pracht. Diß käysers purpur stieg durch glücke von den kriegen

Offt muß beredsamkeit sich vor dem fürsten biegen Und ein schlecht feder-kiel wird nicht so groß geacht Als wenn ein tapffrer muth den feind zu nichte macht Vor dem sein unterthan gebücket muste liegen

Der harnisch und der stahl kan ja die welt besiegen Durch diß hat Rom die welt zur dienstbarkeit gebracht;

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