Die kunst ist ohne macht wo sich nicht Mars gesellet
Die feder hat den stahl offt bloß aus furcht verstellet
Und ob sich itzt ein held auff freye künste leget
Doch ward Germanien noch 1000. mahl so groß
Als seiner waffen-plitz das stoltze Rom beweget.
Es sey daß ein Virgil saß in Augustus schooß
So stand die majestät nur auff der schwerdter pracht.
Diß käysers purpur stieg durch glücke von den kriegen
Offt muß beredsamkeit sich vor dem fürsten biegen
Und ein schlecht feder-kiel wird nicht so groß geacht
Als wenn ein tapffrer muth den feind zu nichte macht
Vor dem sein unterthan gebücket muste liegen
Der harnisch und der stahl kan ja die welt besiegen
Durch diß hat Rom die welt zur dienstbarkeit gebracht;