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1616–1679

V ermischte A rien. An eine alte brantewein-schwester.

Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Alte mutter! schämt euch doch, Daß ihr eure alte sachen Annoch wolt gemeine machen, Und zieht noch am liebes-joch.

Ach mischt ihr euch, alte! noch unter die nymphen, Als wolte der nebel die sterne beschimpffen. Muß das nicht poßierlich stehn, Wenn die tochter mit der mutter,

Alter speck und stinck’chte hutter, Beyde courtesiren gehn; So lernen die jungen in zeiten von alten Hinführo die güther mit nutzen verwalten.

Niemals könnt ihr nüchtern seyn, Denn ihr tragt die bisgen heller Nach taback und in den keller, Und der liebe brantewein,

Der muß euch so morgens als abends ergetzen, Und solt er euch lunge und leber verletzen. Nun wohlan! bekehrt euch doch! Heute habt ihr zeit zur buße;

Morgen ists schon nicht mehr muße, Denn ihr sterbt wol heute noch: Drum schickt euch nur immer zum seeligen ende, Befehlet die seele in göttliche hände.

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