Du bist nicht mehr so geil, drum willst du heilig heissen:
Drum denckst du bey dir selbst: nun hab’ ich mich be-
kehrt;
Nun witz und tugend mir der keuschdeit schatz gewehrt,
Den soll kein liebes-blitz mir aus dem hertzen reissen.
Denck’ aber nicht zu viel, dein dencken ist ein wahn.
Dein hochmuth, den du liebst, läst dich es nicht erwegen;
Denn dieser sucht in dir der tugend beyzulegen,
Was doch des alters macht und nicht dein witz gethan.