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SonnetEr liebt vergebens

Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Ich finde keinen rath die liebe wächst alleine Und wenig neben mir es sey denn meine noth Die brunst bestricket mich warum nicht auch der tod? Frist jene marck und fleisch so fresse der die beine.

Was aber hilfft mein wunsch was hilffts mich daß ich weine? Der tod hört nicht vielmehr als sonst der liebes-gott Wo solte meine qual und meines lebens spott Nun besser seyn bedeckt als unter einem steine?

Und bin ich endlich todt vergraben und verscharrt So schwatzt die grabschrifft noch daß dieser mensch genarrt Und sagt: Hier liegt ein narr und läst nicht wenig erben. Ach! daß den schwartzen leib das erste wasser-bad

So mir die mutter gab nicht bald ersäuffet hat So dörfft ich ietzt allhier nicht wie ein narr verderben.

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