Es hat des künstlers hand allhier zu frey gethan
Ich tadle seine kunst und schelte sein beginnen
Ein mensch der kan ja nur auff etwas menschlichs sinnen
Wie fänat die blöde faust bey einer göttin an?
Was Gott und die natur aus allen kräfften kan
Das wird kein schlechtes blat mit weiß und roth gewinnen
Sein vorsatz wird auch noch bey dieser glut zerrinnen
Denn wer das feuer scheut der trete nicht heran.
Der sie aus wachs gemacht dem ist die kunst gelungen
Daß er den hefft’gen reitz nur halb und halb gezwungen
Sonst müst es vor sich selbst wenns ähnlich wär zergehn.
Die sonne kan sich nur in schlechtes wasser mahlen
Verlangt man einen riß von dieser schönheit strahlen
So muß ihr bild von glut in hertz und seelen stehn.