Ein antlitz welches nur dem himmel ähnlich stehet
Das angebohrne pracht vor tausenden erhöht
Und das kein pinsel sich zu mahlen untersteht
Ist meine feder hier zu bilden höchst bemühet.
Der wangen blumen-kreyß der voller rosen blühet
Der augen himmel-blau des mundes purpur-röth
Der stirne helffenbein die über marmel geht
Die brust die auch dem schnee den silber-glantz entziehet
Des geistes sittsamkeit den englischen verstand
Und so viel tugenden die aller welt bekant
Darff man in ewigkeit von keinem mahler hoffen;
Die kunst ist ihm zu hoch: ich sag’ es ohne scheu.
Wer aber siehet nicht daß diß Libore sey
Und daß mein feder-kiel sie gantz genau getroffen?