Aurora suchstu was? und hastu was verlohren?
Ist irgend ohngefehr was liebes dir entwandt?
Hastu zu deiner lust ein etwas außerkohren
Das durch sein abseyn dich itzt setzt in kummer-stand?
Suchstu vielleicht ein hertz mit freundschafft angefüllet
Ein hertz das lieb und gunst zu deinen füssen legt
Ein hertz aus welchem selbst die reinste treue quillet
Und dessen adern nichts als keusche demuth regt?
Nicht suche schönstes bild du kanst bey mir schon finden
Ein hertze das dich selbst als seine göttin ehrt
Das sich auff ewig will zu deinem dienst verbinden
Und dessen reine glut kein sturm der zeit versehrt.
Kom̃! kom̃! demnach mein licht! und nimm was dir gebühret
Reiß diesen treuen schatz nach deinem willen hin
Und glaube daß ich stets so lang mein hertz sich rühret
In unverrückter gunst dein treuer diener bin.