Wenn Amor wirstu doch solch einen hochmuth schwächen
Leidstu daß Solime dir trotzet ins gesicht?
Hör’ wie verächtlich sie zu deinem nachtheil spricht
Sie kenne weder dich noch deine mutter nicht:
Lästu so lästerlich mit worten auf dich stechen?
Wenn wird einst die gedult in deiner seele brechen?
Auff! waffne deinen leib! Es heischet noth und pflicht
Solch eine frevel-that an Solimen zu rächen.
Greiff deinen bogen an. Nimm pfeil und blitz zur hand
Laß deine fackeln stehn in lichterlohem brand
Heb’ an ihr hertze drauff zu martern und zu brennen
Geuß immer frisches öhl zu diesen flammen hin
So lange biß sie beugt den hart-versteinten sinn
Und deine mutter lernt nebst deinem nahmen kennen.