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1616–1679

Sie erkläret sich seine schwester zu seyn. C. E.

Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Des himmels ausspruch hat mein glücke weit getrieben Er heißt mich Phillis nun als eine schwester lieben Und will ich soll ihr bruder seyn: Denn weil ja meiner treu ein gleiches recht gebühret

So will er eben auch mich durch ein wort erfreun Das nichts denn lieb’ und treu in seinem munde führet. Der nahme Phillis ist nur schatten-werck gewesen Ich ließ sie bloß daraus ihr steinern hertze lesen

Und ihre strenge grausamkeit Die sie ihr dazumal zur tugend hat erkohren; Jtzt aber soll er so wie jene trübe zeit Durch diesen neuen bund auff ewig seyn verlohren.

Verhängnis fördre dann die freundschafft beyder hertzen Und gönne daß ich darff als Bruder mit ihr schertzen Sie thu was eine schwester soll Und mich erfreut das stoltze glück genießen

Daß ich als engel sie zwar aller ehren voll; Doch aber auch dabey als schwester möge küßen.

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