So nimm, Leander! hin, was ich im grünen schreibe,
Jm grünen, wo mich nächst dein beyseyn hat ergötzt.
Und glaube: daß ich dir, wie sonst, verbunden bleibe,
Wenn dieses schlechte blat dich in vergnügung setzt.
Ich schaue nichts um mir, als blumen, gras und bäume,
Du aber bist entfernt, und doch betracht ich dich.
So ists, wir schmeucheln uns durch angenehme träume,
Wie aber geht es dir? gedenckst du auch an mich?
Gewiß, ich wünsche dir so viel vergnügte stunden,
Als jener große baum beliebte blätter nährt.
Du hast den wermuth-safft schon allzu wohl empfunden,
Drum hoff auch, daß das glück dir honigseim beschert.
Wohl dem, der sich zuvor rechtschaffen weiß zu schmiegen.
Zufriedenheit bleibt doch der edlen tugend lohn.
Und wie dieselbe dich vollkommen wird vergnügen;
So bleib ich unverrückt dein treuer Seladon.