Du aber stehst und lächelst nu
Und weist den leib gewaltig wohl zu biegen
Laß mich nur auch einmal ein liebes liebchin kriegen
Ich wil wohl schöner thun als du
Ich will den einen fuß ausstreichen biß zur wand
Und mit der rechten hand
Der wehrten Rosil schuh anrühren;
Du werthster schuch so will ich sprechen:
Es pflegt dich Rosilis mit kreyden einzuschmieren
Mit einem band zu zieren
Mir aber will es stets an artzeney gebrechen
Du wehrtster schuch es ruht auf dir
Die halbe wohlfarth des Dameten
Die Rosil braucht dich für und für
Mein aber sagt sie hab sie nicht von nöthen.
Du tausend zucker-süsse gute nacht;
Dein liebreitz hat mich ja so gantz verliebt gemacht
Mich der sich deiner pflicht ergiebt
Der dich eh du noch warst gebohren
Zu seiner liebsten außerkohren
Und schon im mutterleibe dich geliebt.