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1616–1679

O. F. v. G.

Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Aber ihr verliebten ihr Last die tugend euch für allen Nicht des leibes eitle zier Nicht die wollust wohlgefallen

Last die tugend bloß allein Eures hertzens endzweck seyn. Schönheit die uns haute ziert Wird vor morgen hingerissen

Wenn die einmahl sich verliehrt Muß sie allen glantz vermissen Und die abgewelckte pracht Wird von aller welt verlacht.

Nur die tugend wird allein Nach dem tode nicht vergessen Jhrer gaben hoher schein Wird durch keine zeit gefressen;

Ist sie gleich auch noch so alt Wird sie doch nicht ungestalt. Frommer himmel laß mich doch Dieses grosse glück erleben:

Wenn ich soll dem liebes-joch Meine sinnen untergeben So beschere mir ein kind Das die tugend lieb gewinnt.

Wiltu mir nun über dem Eine schöne zugesellen Ist mirs gleichfals angenehm; Nur ich will in allen fällen

Deiner obsicht nur allein Himmel unterworffen seyn.

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