Die mutter deren hertz des sohnes tod gerühret
Hat die betrübte hand auff seinen stein geführet
Und gräbt mit stiller angst die schmertzen selber ein
Die ihr ihn seel und geist stets reg und lebend seyn:
Hieher hat GOttes schluß dasselbe kind geleget
Das seine mutter noch in ihrem hertzen träget
Sein alter nennt ihn kind die tugend einen mann
Die tugend die ihn itzt zum engel machen kan
Und in die zahl versetzt die man nicht soll beklagen
Weil man die seligen nicht kan zu grabe tragen
Ein allzu langer schmertz vor todte narren ist
Und nur ein kluger will daß man ihn nicht vergist.
Ihr thränen die ihr hier den alten jammer treibet
Beweinet nicht den sohn beweint der mutter noth
Und sprecht: Sein sterben sey auch endlich noch ihr tod.
Es schleußt sich freud und lust mit dieses kindes augen
Die in dem leben nicht im tode thränen saugen;
Denn er hielt ein gebot und wiese noch als kind
Daß in dem vierdten auch die andern neune sind.
Nun du ruhst allzuwohl ich muß vor mich was schreiben
Und nach gefährter angst auff diesem schlusse bleiben:
O GOtt du reissest mir mein ander hertze hin
Zu zeigen daß ich nur an dich gewiesen bin.