Waer ich die nachtigall, die Florabelle liebt,
Und der sie nichts als küß’ und zucker giebt;
So wären ihr auch meine liebes-lieder
Vielleichte richt zuwider.
Drum, Amor! der du einst den Jupiter zum schwan
Und weiß nicht, was gemacht, schau meine sehnsucht an,
Die sich so gerne möcht’ in Florabellen spiegeln.
Verwandle mich demnach fein bald
In diese zart’ und artige gestalt;
Mach alle regungen zu flügeln;
Mach’ aus den seuffzern reine lufft,
Damit ich nach dem ziele streiche,
Dahin mich mein verlangen rufft,
Und in ihren schönen augen mein gewünschtes nest erreiche!
Doch was vor furcht hemmt meinen heißen schluß?
Muß ich die flügel sincken lassen?
Darff denn mein hertze nicht die süße kühnheit fassen?
Nein, nein! weil es so netz’ als pfeile fürchten muß.