Rosen und violen
Mögen kinder holen
Kinder dieser zeit.
Diß was meinen sinn erfreut
Und in meinen händen brennet
Wird taback genennet.
Bisem muß dir weichen
Dir ist nicht zu gleichen
Ambra und zibeth;
Wenn dein schöner rauch auffgeht
Und dein edles feuer blicket
So bin ich erquicket.
Haben böse zungen
Viel von dir gesungen
Und dir beygewollt;
Dieses ist nicht deine schuld.
Bleibet doch der alles führet
Niemahls unberühret.
Diß soll mich nicht treiben
Von dir weg zu bleiben
Wenn der pöbel sagt
Daß mir rauch und dampff behagt.
Er sein geld und seine taschen
Wird zu rauch und aschen.
Nun so will ich trincken
Weil die sternen blincken
Und das grosse licht
Durch die düstren wolcken bricht;
Ja des Phöbus güldner wagen
Soll mein rauchwerck tragen.
Venus wird nicht zürnen
Wenn auf ihre stirnen
Sich tabacks-rauch legt.
Ward sie doch auch nicht bewegt
Wenn Vulcan das ungeheuer
Machte rauch und feuer.
Und vor andern allen
Wird der rauch gefallen
Dir o krieges-gott.
Drum hat es auch keine noth
Wenn die sachen so wir üben
Nur die götter lieben.
Nun ihr lieben brüder
Thut was wein und lieder
Itzt hat angestimmt.
Schaut! wie meine pfeiffe glimmt
Da doch meiner liebsten sinnen
Nicht so brennen können.