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1616–1679

Lob der einsamkeit. G. L.

Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Einsamkeit mag immerhin Schimpfflich ausgehönet werden, Nichts vergnüget mich auf erden, Als wenn ich alleine bin.

Stilles leben hilfft dem geist Auf verborgne spur zu sinnen, Und dasselbe zu gewinnen, Was gerecht und edel heist.

Giebt das unglück einen stich, Und verdoppelt mir die sorgen, Bleibt es doch der welt verborgen, Und die stille tröstet mich.

Dieses lobet mein gedicht: Ich mag ihr die schmertzen klagen, Oder meine freude sagen, Einsamkeit verräth mich nicht.

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