Skip to content
1647

Hat das verhängniß

Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Hat das verhängniß mir den steg zu dir verzehrt Kan ich o Göttin! nicht dein rein altar berühren Soll auf dein heiligthum ich keinen finger führen So hat mir doch die pflicht noch keine zeit verwehrt.

Mein geist muß opfer seyn mein hertze wird der herd Ich thue was ich kan und was sich wil gebühren Ich weiß du wirst itzund mehr als genug verspüren Was vor ein reiner dampf zu deinem throne fährt.

Ich ehre dich allhier zwar ohne licht und kertzen Durch einen heissen trieb aus einem reinem hertzen Die flamme brennet zwar itzt durch verdeckten schein Und beug ich keine knie so beug ich das gemüthe

Acht wörter rühren mir itzunder mein geblüte: Die Gottheit wil geehrt und nicht geschauet seyn.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Hat das verhängniß · Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau · Poetry Cove