Ach lache nicht du preiß der damen
Daß deine gunst ein knecht begehrt
Mein feuer das der busem nährt
Führt von der tugend seinen saamen.
Was schadt es daß ein dorn sich um die rose flicht
Und in der stoltzen lust die rothe blätter bricht.
Wahr ists ich habe mich verstiegen;
Doch weil die lieb ein feuer ist
Das sich in keinen kercker schliest
Kan es wohl an den himmel fliegen:
Du bist mein himmel nur dein auge ist der pol
Dahin mein hertze sich auf ewig lencken soll.
Du sprichst wo weisse liljen blitzen
Da darff kein wilder schwartz-dorn stehn:
Wo aber bunter tausendschön
Pflegt keine nessel nicht zu sitzen.
Wohl! aber dennoch deckt die zwiebel schwartzer sand
Und ihre zierde bricht des gärtners treue hand.
Ich weiß du wilt mit deinen dingen
Vortrefflich weit und hoch hinauß:
Laß ich mich nun zu weit heraus
Und werde es zu wege bringen
So bleibt mir doch der ruhm daß nur ein himmels-kind
In reiner liebe mich hat gegen dich entzündt.
Verhärtst du aber deine sinnen
Und wilst ein alabaster seyn
So gönne mir zum leichen-stein
Dein hertze wenn ich muß von hinnen
Und schreibe diese schrifft mit stahl und eisen an
Wo anders auch ein stahl dein hertze zwingen kan.
Adanis konte sonst nicht lieben
Als was der himmel selber liebt;
Was einem steten nahmen giebt
War nur sein eintziges vergnügen:
Deswegen als er fiel so konte nur allein
Vom himmel dem er gleich sein letztes fallen seyn.