Skip to content
1616–1679

Grabschrifft Mariæ de Medices.

Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Der Florentiner schloß gab mir die wiegen ein Und der Pariser burg ließ meinen ruhm erheben Mein liebster und sein ruhm wird in den wolcken schweben Durch aller zeiten lauff mit des gestirnes schein.

Zwey meiner eydame sah’ ich gekrönet seyn Und meinen ältsten sohn in den geschichten leben In solcher würdigkeit (wer wird mir beyfall geben?) Starb ich in schnöder flucht: Cölln wird mein grabestein.

Cölln aller städte licht so sich in Deutschland finden; Steh’ stille wandersmann; wo iemand will ergründen Den traurigen verlauff der noth so mich berührt Der wisse daß das grab muß ein behältniß werden

Der Fürstin derer blut die gantze welt regiert Und endlich nicht besaß auch einer hand voll erden.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Grabschrifft Mariæ de Medices. · Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau · Poetry Cove