So wird nun endlich deine hand
Gescharret in den dürren sand
Die hier so oft und wohl gestrichen
Es steht der kleinen knaben schaar
Um deine schwartze todten-baar
Und klagt: ihr lehrer sey verblichen.
Du hast manch nacktes angesicht
Gestellet an das helle licht
Und dessen blösse wohl besehen
Du führtst die rute meisterlich
Obgleich der knabe krümte sich
So halff doch kein erbärmlich flehen.
Nicht einer den du hast gelehrt
Der dir unfleißig zugehört
Kan sagen daß er sey entgangen:
Du hast niemahls den fleiß gespart
Mit deiner seltnen wunder-art
Zu färben beyde hinter-wangen.
Bald muste dir ein knabe knien
Die hosen auf die erde ziehn
Daß du den fuß drein kontest setzen;
Bald stunden sie an einer reih
Bey iedem schmitz war ein geschrey
Das konte kräfftig dich ergötzen.
Den steltest du auf eine banck
Und wenn die rute war geschwanck
Umflochte sie fast gar die lenden
Weh denen die aus trotzigkeit
Verkehrten irgend ihre seit
Und wolten dir den ‒ ‒ ‒ ‒ entwenden.
Nun werther lehrer schlafe wohl
Die knaben wollen ein Mausol
Auf deine grabes-stelle bauen
Entblöst da einer sein gesicht
So schwer ich du enthältst dich nicht
Du wirst ihn auch noch tod beschauen.