Der himmel lacht euch an, auch bey der winters-zeit,
Er heisset euren fuß auf lilg und rosen gehen,
Das zimmer, das euch hält, ist mit jesmin durchstreut,
Ich sehe tausendschön, und was noch schöner, stehen.
Die sonne scheinet auch hier starck auf beyder brust,
Sie treibt die flammen ein und führt sie zu dem hertzen,
Es macht euch diß zwar heiß, doch ists auch eure lust,
Denn itzund findet ihr selbst in dem schmertze schertzen.
Doch ist auch winter hier, ich sehe ja den schnee
Auf jenen wangen dort, und eiß auf deren höhen,
Doch wächst noch unter uns vierblätteriger klee,
Auf dem das glücke soll, man sagts, gebildet stehen.
Doch gebt ihr mir itzund wohl nicht gar gerne raum,
Jhr habt itzt sonsten was, und heimlich, zu verrichten,
Denn liebes-verse sind nur gegen dem ein traum,
Was ihr itzunder wolt in eurem hertzen schlichten.
Ich weiche gerne weg, und laß euch hier allein,
Verknüpffet euch fein fest, ich werd es wohl erleben,
Daß ein verräther denn des gantzen thuns wird seyn;
Und eur verbündniß wird ans licht mit freuden geben.
Der winter sey euch warm, die liebe sey euch heiß,
Die blumen machen euch den sommer in dem bette,
Und weil ich euch sonst nichts itzt mehr zu sagen weiß,
So schließ ich: Wenn ich doch auch so den winter hätte!