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1616–1679

Florida. C. H. v. H.

Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Mein schiff treibt lufft und wind mich treibet lieb und brunst Ich muß in Florida den steiffen ancker sencken Beseegel ich die see vergebens und umsonst

Soll ich denn ohne frucht das schwere ruder lencken? Gold perlen helffenbein begehrt mein hertze nicht Das leere Florida soll mir die augen füllen Und ob dem lande gleich der diamant gebricht

So ist es doch genung mir meine brunst zu stillen. Da soll mein wohnhauß seyn da sollen leib und geist In höchster freundlichkeit zusammen sich ergötzen Da will ich wann und wie es das verhängnüß heist

Mich in die grosse zahl der todten lassen setzen. Doch weil so manches schiff auff dieser reise bleibt Da alles ist umzirckt mit klippen und mit steinen So ruff ich Venus an daß sie die wellen treibt

Und vor den steuermann mir sendet ihren kleinen. Bringt Venus mich an port und setzet mich ans land So will ich täglich mich zu ihrem tempel fügen Und ich verspreche ihr mit sinnen hertz und hand

Daß ich ins künfftig will auff bloßer erde liegen.

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